Gjenge Makers

Baumaterial aus Plastikmüll

Status: Investitionskandidat
Hauptsitz: Nairobi, Kenia

Gjenge Makers bieten nachhaltige, günstige Alternativen zu herkömmlichen Baumaterialien, indem sie Plastikmüll zu Pflastersteinen und Trockenwand-Ziegeln verarbeiten. Damit bieten sie eine Lösung für gleich zwei Probleme: die Umweltverschmutzung durch Plastikmüll und den Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Kenia.

Für ihre Pflastersteine mischen Gjenge Makers geschredderten Plastikmüll mit Sand, erhitzen die Mischung zu einem formbaren Brei und pressen diesen in die finale Form. Die Maschinen hierfür haben sie in akribischer Arbeit selbst entwickelt. 

Die Gjenge Pflastersteine sind bis zu 7 mal so bruchsicher wie Zementziegel, wiegen aber nur die Hälfte und sparen damit Transportkosten und CO2 Emissionen.

Plastikmüll ist ein weltweites Problem – nur 20% werden recycled. Allein in Nairobi werden täglich 500t Plastikmüll produziert. Gjenge Makers verarbeiten kostenlose Abfälle, die nicht mehr recycled werden können, und kaufen zusätzliches Material von Recyclinganlagen ein. . 

Im Moment haben sie Produktionskapazitäten für 1500 Pflastersteine pro Tag. Mit einer Impacc Investition wollen sie die tägliche Produktion auf 4500 erhöhen und anfangen, Ziegel für den Hausbau herzustellen.

Das Gjenge Makers Team

Daten und Fakten

Wiederverwerteter Plastikmüll

Pflastersteine produziert

Existenzen verbessert

Geschaffene Arbeitsplätze

Wirkung

Einkommen

  • Sicherer Verdienst für Frauen und junge Menschen
  • Höhere Einnahmen für Müllsammler
  • Gestärkte Bauindustrie durch mehr erschwingliches Baumaterial

Klima

  • Positiver Beitrag zur Kreislaufwirtschaft
  • Weniger CO2 Emissionen beim Transport

Gesundheit

  • Verbesserte Gesundheit durch bessere Wohnungen und sanitäre Anlagen

Warum Gjenge Makers?

Trotz regulativer Maßnahmen der Kenianischen Regierung wie dem Verbot sämtlicher Plastiktüten in 2017 wird ein zu großer Anteil der jährlichen 408.000 Tonnen Plastikmüll noch nicht entsorgt und verschmutzt Land und Küsten. 

Eine weitere Herausforderung in Kenia ist das Defizit an bezahlbarem Wohnraum, das sich von 2 Mio. fehlenden Wohneinheiten in 2017 durch zunehmende Urbanisierung bis 2050 noch verschärfen wird. Besonders betroffen sind Haushalte mit niedrigem Einkommen, die aus Mangel an Alternativen länger als notwendig in Slums wohnen bleiben müssen.

Herkömmliche Bauweisen sind stark auf Stein und Zement angewiesen, die Preisschwankungen und Steuererhöhungen ausgesetzt sind. Ein alternativer, erschwinglicher Baustoff kann den Wohnungsbau fördern und Menschen mit niedrigem Einkommen sicheren, gesunden Wohnraum beschaffen. 

Der Besitz von Wohnraum kann nachweislich zu einer stabileren Gesellschaft und Wirtschaft führen. Der Besitz einer Immobilie, die potenziell im Wert steigen kann, bringt ein gesteigertes Interesse an Erhalt und Verbesserung auch der weiteren Umgebung. So kann Hausbesitz zu weniger Kriminalität, verbesserter Lebensqualität und sogar niedrigeren Geburtenraten führen. Bessere Bauweisen und mehr sanitäre Anlagen verbessern auch die Gesundheit der Bewohner.

Portrait von Nzambi Matee

Die Gründerin

Nzambi Matee Nzambi ist Werkstofftechnikerin mit einem Bachelor Abschluss in Physik, voller Energie und Unternehmergeist. In 2020 wurde sie vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen zum “Young Champion of the Earth, Africa” gewählt. Mit einem Team von anderen jungen Technikern beschloss sie, etwas gegen das Problem der Umweltverschmutzung durch Plastik in Kenia zu unternehmen, anstatt darauf zu warten, dass die Regierung eine Lösung findet.

Unsere anderen Ventures

Frau öffnet WASHKing Toilette mit Schlüsselkarte

WashKing

Ghana

Kompost-Toiletten für unterprivilegierte Haushalte

Impacc Stove mit Flamme

Impacc Stove

Äthiopien

Beim Kochen Geld verdienen

Frau packt MakaPads

MakaPads

Uganda

Damenbinden aus Papyrus

Glücklicher Empfänger Ihrer Spende

Spende mit Wirkung.

Deine Spende schafft Arbeitsplätze und Perspektiven für Menschen, die derzeit von weniger als 2$ am Tag leben.

Der Impacc Newsletter

Alle zwei Monate berichten wir über unsere Fortschritte, neue Partner und unsere Gedanken zu einer neuen Art der Entwicklungshilfe.